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Glossar

Werkswohnung

Stellt der Arbeitgeber einem Arbeitnehmer oder sonstigen zum Dienst Verpflichteten für die Ausübung seiner Dienste eine Wohnung zur Verfügung, so spricht man von einer Werkswohnung.

Das BGB unterscheidet zwischen Wohnraum, der mit Rücksicht auf das Bestehen eines Dienstverhältnisses vermietet ist und Wohnraum, der nur im Rahmen eines Dienstverhältnisses überlassen ist. Die erste Gruppe wird gemeinhin als Werksmietwohnung und die zweite als Werksdienstwohnung bezeichnet.

Für Werksmiet- bzw. Werkdienstwohnungen gelten Besonderheiten, die in den § 576-576b BGB geregelt sind, betreffend erleichterter Kündigungsmöglichkeiten. Diese resultieren aus der Tatsache, dass der Arbeitgeber die Wohnungen gerade seinen Mitarbeitern zur Verfügung stellen möchte, was im Falle der Beendigung des Arbeitsverhältnisses dazu führen soll, dass die normalen Kündigungserschwernisse für Wohnraummiete nicht gelten sollen.

Generell gilt eine Kündigungsfrist bis zum 3. eines Monats mit Wirkung zum Ende des übernächsten Monats für den Fall der Beendigung des Dienst- oder Arbeitsverhältnisses. Für Wohnungen, die wegen ihrer besonderen Lage zum Dienstort für einen Nachfolger benötigt werden, gilt eine Kündigungsfrist zum Ende des laufenden Monats.

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