Tapetenwechsel?
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Glossar

Sperrfrist

Wer eine Eigenkündigung erklärt oder einen Aufhebungsvertrag schließt, wirkt an der Beendigung des Arbeitsverhältnisses mit und verursacht dadurch seine Beschäftigungslosigkeit. Dies wird dem Arbeitnehmer seitens der Agentur für Arbeit daher zum Vorwurf gemacht. Hat der Arbeitnehmer demnach für die Beendigung keinen wichtigen Grund, kommt es nach § 144 Abs. 1 Nr. 1 SGB III beim Arbeitslosengeld zu einer in der Regel zwölfwöchigen Sperrzeit wegen Arbeitsaufgabe. Der Arbeitslosengeldanspruch mindert sich um die Tage der Sperrzeit, mindestens aber um ein Viertel der Anspruchsdauer (§ 128 Abs. 1 Nr. 4 SGB III). Beim Arbeitslosengeld II wird nach § 31, §31a und §31b SGB II die Regelleistung drei Monate lang um mindestens 30 Prozent abgesenkt und der Zuschlag nach § 24 SGB II fällt in dieser Zeit weg.

Ein wichtiger Grund zur Lösung des Beschäftigungsverhältnisses besteht nur, wenn dem Arbeitnehmer anderenfalls aus nicht verhaltensbedingten Gründen objektiv rechtmäßig zum selben Zeitpunkt gekündigt worden und ihm die Hinnahme der Kündigung nicht zumutbar gewesen wäre. Ein weiterer Grund kann darin bestehen, dass der Arbeitnehmer aus gesundheitlichen Gründen gehalten ist, das Arbeitsverhältnis nicht mehr fortzuführen.

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