Tapetenwechsel?
Arbeitsrecht Mietrecht Inkasso Werkvertragsrecht Versicherungsrecht

Glossar

Gleichbehandlung

Der arbeitsrechtliche Gleichbehandlungsgrundsatz verpflichtet den Arbeitgeber dazu, vergleichbare Arbeitnehmer insbesondere bei der Anwendung selbst geschaffener Regelungen gleich zu behandeln. Die willkürliche Schlechterstellung einzelner Arbeitnehmer oder sachfremde Gruppenbildungen sind damit nicht rechtmäßig. Es handelt sich dabei um Richterrecht/Gewohnheitsrecht.

Durch den Gleichbehandlungsgrundsatz ist es dem Arbeitgeber verboten, ohne sachlichen Grund bestimmten Arbeitnehmern gewisse Leistungen (zum Beispiel Sondervergütungen oder Gratifikationen (Weihnachtsgeld, Bonuszahlungen) nicht zu gewähren und diese damit ungerechtfertigt zu benachteiligen.

Gleiches gilt für die Auferlegung von Belastungen ohne sachlichen Grund. Die Frage, ob ein sachlicher Grund vorhanden ist oder nicht beurteilt sich in der Regel nach dem Zweck, denn der Arbeitgeber mit einer Leistung oder einer sonstigen Maßnahmen verfolgt, weshalb ein diesbezüglicher Auskunftsanspruch besteht.

Liegt ein Verstoß gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz vor, so hat der benachteiligte Arbeitnehmer einen Anspruch auf Gleichstellung, d.h. es entsteht ein Anspruch auf die gleiche Leistung.

Zurück